Angst vor der Kamera? 10 Tipps von Ariane Willikonsky

Angst vor der Kamera

Für viele Spreadmind Autoren, die ihr Wissen in Form von Online-Kursen, Audios, Videos etc. weitergeben möchten, ist es eine große Herausforderung, das erste Mal vor der Kamera zu stehen. Die langjährige Spreadmind Autorin Ariane Willkonsky möchte dir diese Angst vor der Kamera nehmen. Sie gibt dir in folgendem Video nützliche Tipps, auf was es beim Sprechen vor der Kamera bzw. der Aufnahme eines Videos ankommt und wie du dich schnell entspannter und sicherer fühlst. Denn es ist ihr eine Herzensangelengenheit, Menschen dabei zu unterstützen, ihr Wissen über interessante Themen in die Welt hinauszutragen.

 

Mit diesen 10 Tipps besiegst du deine Angst vor der Kamera

1. Tipp: Erschaffe dir eine vertraute Atmosphäre

Zunächst ist es kein schönes Gefühl, mit dem Kameraloch im Laptop oder dem Smartphone kommunizieren zu müssen. Der erste Schritt, um dir die Angst vor der Kamera zu nehmen, ist es also, dass du dir eine vertraute Atmosphäre schaffst. So kannst du dir zum Beispiel ein Smiley an die Stelle der Kamera kleben, um dir besser vorstellen zu können und ein Gefühl dafür zu bekommen, dass du wirklich mit jemandem redest. Oder du hängst ein Bild von jemandem an diese Stelle, den du gerne magst und mit dem du positive Dinge verbindest. Das gibt dir ein Gefühl der Vertrautheit und lässt den Eindruck entstehen, du erzählst deine Inhalte niemandem Fremden, sondern beispielsweise einem Freund oder Familienmitglied.

Alternativ kannst du dir auch einen Kunden vorstellen, den du gerne magst und zu diesem sprichst. Grundsätzlich ist es entscheidend, dass du dir vorstellst, dass die Person oder die Personen direkt vor dir sitzen und du dich so in das Gespräch mit diesen hineinversetzen kannst. So ist eine Blockade, die dich beim Sprechen belastet, schnell vergessen und du machst direkt einen souveränen und authentischen Eindruck. Falls du zwischendurch merken solltest, dass es dir langsam wieder schwerer fällt und die Blockade erneut ihre Spuren hinterlässt, rufe dir in Erinnerung, dass die Person eigentlich gerade vor dir sitzt. Dies wird dir vieles erleichtern.

Es ist also nicht nur wichtig, dass du gut in Szene gesetzt bist – auch der Hintergrund, auf den du während der Aufnahme schaust, muss schön sein. Dann bist du viel lockerer im Umgang mit der Kamera und sprichst dann auch quasi mit einer Person, also mit dem, was hinter dem Bildschirm ist. So fühlt sich der Kursteilnehmer, der das Video später anschaut, persönlich angesprochen, da du entspannt erzählst und dabei Blickkontakt hältst. Apropos Blickkontakt: Achte unbedingt darauf, dass du jederzeit direkt in die Kamera schaust und nicht etwa abschweifst, indem du auf deinen Bildschirm oder im Raum umherschaust. Das mag zwar am Anfang befremdlich auf dich wirken, ist jedoch wirklich wichtig für deine Präsenz im Video und dessen Wirkung.

Tipp: Achte bitte auch auf deine Gestik und Mimik. So wird dir bewusst, wie du vor der Kamera aussiehst und dich bewegst und kannst bei Bedarf daran arbeiten. 

2. Tipp: Es kommt nicht auf die Technik an

Grundsätzlich ist es das Allerwichtigste, dass du Freude dabei hast, das was du sagst, also dein Wissen, auch zu vermitteln und zu verbreiten. Du darfst nicht denken, dass du dafür ein professionelles Kamerateam brauchst. Starte einfach mit dem, was dir zur Verfügung steht und was dir auf dem Herzen liegt. Nimm dir dein Smartphone und fange an, zu reden, auch wenn es nicht gleich perfekt aussieht. Ganz nach dem Motto: Einfach machen – du kannst dich immer noch weiter verbessern! Du wirst schnell merken, dass du dich bei Angst vor der Kamera mit der Zeit sicherer fühlst und du automatisch besser wirst und professioneller. Learning by doing also!

Dabei kommt es wie gesagt gar nicht so sehr auf die Technik an. Aktuelle Smartphones sind für diese Zwecke, vor allem am Anfang, völlig ausreichend und liefern eine sehr gute Bildqualität. Zudem wird die Qualität des Videos automatisch reduziert, sobald du diese auf Facebook, YouTube etc. hochlädst. Ariane Willikonsky sagt selbst, dass die Videos, die sie mit einem Filmteam nach dem Upload nicht großartig anders aussehen, als wenn sie diese zusammen mit einer Freundin gefilmt hat. Häufig nutzt sie einfach ihr Smartphone zusammen mit einem Ansteckmikro und einem Ringlicht. 

3. Tipp: Nobodys perfect sei einfach du selbst

Was du bei Angst vor der Kamera auf keinen Fall denken darfst, ist, dass alles perfekt sein muss oder du nicht hübsch genug für die Kamera bist. Das Wichtigste ist es, dass du authentisch bist. Sei du selbst – dann sieht man dich auch gerne vor der Kamera. Es wird immer Leute geben, die dich nicht mögen und mit deiner Art nichts anfangen können. Lasse dich nicht von ihren negativen Kommentaren unter deinen Videos beeinflussen, auch wenn sie dir nicht gefallen und dich nicht glücklich machen.

Es wird mindestens genauso viele Menschen geben, die dich mögen. Diese Menschen werden es dir ebenfalls in Form von positiven Kommentaren mitteilen, dass sie es toll finden, was du machst und wie du es machst. Es ist ihnen dabei vollkommen egal, dass du vielleicht nicht perfekt aussiehst oder ein paar Kilo zu viel auf den Rippen hast. Ariane Willikonsky selbst ist das beste Beispiel dafür. Doch durch ihre offene humorvolle Art gelingt es ihr, die Leute für sich zu gewinnen und schafft es, dass diese sich mit ihr identifizieren können. Und das selbst, wenn sie laut eigener Aussage durch ihre Kamera am Smartphone „rosa leuchtet wie ein Schweinchen“.  🙂

4. Tipp: Ein bisschen Ordnung schadet nie

Auch wenn du keine professionelle Technik zur Verfügung hast, solltest du schauen, dass du deine Sache ordentlich machst. Achte zum Beispiel darauf, dass es im Hintergrund, den man im Video sehen kann, nicht unaufgeräumt ist. Auch solltest du selbst einen gepflegten, natürlichen und ordentlichen Eindruck machen. Schaue also beispielsweise darauf, dass deine Haare gekämmt sind und wenn deine Haut glänzt, kannst du sie zum Beispiel mit Puder ein wenig abdecken.

Auch auf Hintergrundgeräusche solltest du bei Angst vor der Kamera achten. Wenn zum Beispiel die Waschmaschine läuft oder ein Fenster offen ist und Lärm von draußen reinkommt, solltest du schauen, dass du diese störenden Einflüsse, so gut es geht, eindämmst oder idealerweise ganz beseitigst. Zum Beispiel solltest du vor der Aufnahme prüfen, ob andere Programme an deinem PC, Laptop oder Smartphone stumm geschaltet oder geschlossen sind. So kannst du beispielsweise vermeiden, dass eine neue E-Mail aufpoppt und dabei ein Geräusch ertönt. 

Eine einheitliche Optik ist ebenfalls wichtig, damit die Videos nicht wie zusammengewürfelt aussehen. Das kann vor allem schnell passieren, wenn du die Videos über einen größeren Zeitraum wie zum Beispiel mehrere Wochen hinweg produzierst. Dabei solltest du nicht nur auf die einheitliche Optik des Hintergunds achten, sondern auch auf das Outfit, welches du trägst oder deinen gesamten Look wie etwa deine Frisur, Schmuck oder Make-Up.

5. Tipp: Setze dich ins richtige Licht

Einerseits solltest du auf den richtigen Bildausschnitt achten – finde die richtige Balance zwischen Nähe und Distanz, sodass du auf deine Zuschauer weder zu penetrant noch zu distanziert wirkst. Wichtig ist es,  dass du mittig im Bild sitzt und dieses richtig ausfüllst. Andererseits spielt auch das Licht eine entscheidende Rolle bei der Wirkung deiner Aufnahme. Achte darauf, dass du das Gegenlicht durch Fenster, Türen etc. nicht hinter dir hast, sondern dass das Tageslicht oder eine andere Lichtquelle von vorne kommt. Diese Faktoren können das optische Gesamtbild deines Videos und damit die professionelle Wirkung stark beeinflussen.

Diese Wirkung wird ebenfalls durch deine Körperhaltung beeinflusst. Wenn du selbstbewusst und aufgeweckt rüberkommen möchtest, solltest du auf deine Körperspannung achten und darauf, entweder aufrecht zu sitzen oder zu stehen. Das sprichwörtliche Häufchen Elend hat bei der Videoproduktion nichts verloren – also heißt die Devise: Kopf hoch, Rücken gerade richten und die Schultern nach hinten ziehen! Und das am besten während der gesamten Aufnahme beibehalten. 

Angst vor der Kamera

Im Video kannst du die unterschiedlichen Einstellungen und Wirkungen des Lichts gut erkennen.

6. Tipp: Lächle und die Welt lächelt zurück

Mal ehrlich, es gibt nichts Langweiligeres als steife Videos, die nur theoretische Inhalte vermitteln – diese möchte man am liebsten abschalten. Denn solche Videos wirken anstrengend, alles fühlt sich schwer und zäh an. Darum: Setze deinen Charme ein, deine Mimik, deine Gestik – und vor allem: dein Lächeln!  Dabei ist es wichtig, wo du hinschaust. Es kann es dir bei Angst vor der Kamera helfen, wenn du dir vorstellst, ihr wärt zu dritt. So schaffst du es, ein gelungenes Maß an Blickkontakt zu deinen Zuschauern zu halten. Stelle dir vor, du redest mal mit der Person auf dem Bildschirm und mal mit der anderen durch die Kamera – also jemandem, der sich das Video später ansieht.

Du kannst nämlich nie gleichzeitig mit beiden Personen Augenkontakt halten. Schaust du der Person auf dem Bildschirm in die Augen, nimmt diese es nicht als Blickkontakt wahr, du allerdings schon. Wenn du zwischendurch immer wieder in die Kamera schaust, fühlt es sich für dich nicht wie Blickkontakt an, für die andere Person jedoch schon (und für dich durch den Tipp mit dem Smiley oder dem Bild bestimmt auch ein bisschen). Du wirst sehen, dein Video wirkt gleich viel interaktiver und lebendiger.

Damit du auf deine Zuschauer einen sympathischen, vertrauenswürdigen Eindruck machst und diese auch auf der emotionalen Ebene abholen möchtest, solltest du deinen freundlichen Ausdruck und dein Lächeln vor der Kamera gezielt und immer wieder üben. Auch wenn es sich für dich zunächst komisch anfühlen mag, bist du es doch auch von anderen Personen in egal welchem Medium gewohnt, freundliche und lächelnde Gesichter zu sehen. Dies wirkt sich nämlich direkt positiv auf die Stimmung der Zuschauer aus und bewirkt, dass man dir gerne Aufmerksamkeit schenkt.

7. Tipp: Setze deine Stimme bewusst ein

Wenn du beispielsweise Podcasts erstellen möchtest, kommt es natürlich nicht auf den visuellen Eindruck, sondern vorrangig auf deine Stimme an und wie du diese einsetzt. Dabei ist es bei Angst vor der Kamera vor allem wichtig, dass du auf die Deutlichkeit der Aussprache und dein Sprechtempo achtest. Ein gewisses Handwerkszeug an Stimme und Sprechtechnik kann sich also als äußerst wertvoll erweisen und führt dazu, dass deine vermittelten Inhalte deutlich professioneller rüberkommen. Über diese Faktoren ist vieles möglich, denn selbst wenn deine Inhalte qualitativ top sind, wirken diese nicht glaubwürdig, wenn du deine Stimme klein hältst, sie piepsig ist oder undeutlich, wobei du durch letzteres Desinteresse vermittelst.

Mache an den richtigen Stellen Pausen

Generell ist die Aufmerksamkeitsspanne deiner Zuhörer eher kurz, daher ist es wichtig, dass du die Dinge knackig auf den Punkt bringst. Dabei solltest du nicht nur daran denken, deutlich zu sprechen, sondern auch Pausen zu machen. An den richtigen Stellen eingesetzt, kannst du Pausen dafür nutzen, die Bedeutung eines Satzes hervorzuheben oder dir zwischendurch nützliche Zeit zu verschaffen, um, falls nötig, über den nächsten Themenpunkt nachzudenken oder einfach mal Luft zu holen. Wo genau eine Pause die gewünschte Wirkung erzielt, wirst du mit der Zeit automatisch lernen, Übung macht auch hier den Meister. 

Achte auf die richtige Betonung

Ein weiteres Stilmittel, um dem Gesagten mehr Relevanz und Wirkung zu verschaffen, ist die richtige Lautstärke beim Sprechen. Vermeide es, direkt am Anfang deiner Aufzeichnung zu laut zu sprechen. Denn sonst hast du keine Möglichkeit mehr, gezielt relevante Passagen mit wichtigen Inhalten zu betonen. Versuche, deine Lautstärke beim Sprechen zu variieren, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer konstant hochzuhalten. 

Passe dein Sprechtempo an

Wenn du Angst vor der Kamera hast und nervös bist, wirst du schnell feststellen, dass du dazu neigst, zu schnell zu sprechen, da du ja schließlich alles so schnell wie möglich hinter dir haben willst. Doch dadurch sind nicht nur deine Zuschauer schnell angestrengt, sondern auch du selbst, da dir früher oder später einfach die Luft ausgehen wird. Auch hier führt nichts am regelmäßigen Üben vorbei, da ein gleichmäßiges, ruhiges Sprechen schnell monoton wirken kann und ebenfalls von deinen Zuschauern negativ aufgefasst wird, da sie sich langweilen  und im schlimmsten Fall sogar müde werden – GÄHN!  

Du kannst das Sprechtempo zudem an die Komplexität der vermittelten Inhalte anpassen – schwierige Themen sollten eher langsam und deutlich, einfache Themen können gerne auch etwas schneller gesprochen werden. Durch die Übung wirst du mit der Zeit herausfinden, wie du deine Stimme gezielt einsetzen und variieren kannst, um die Inhalte deines Videos bewusst zu betonen und ihnen dadurch mehr Kraft und Ausdruck zu verleihen. 

Tipp: Am Drehtag selbst solltest du darauf achten, was du zu dir nimmst. Getränke wie Kaffee oder bestimmte Lebensmittel wie Zitrusfrüchte. rohes Gemüse, Äpfel bzw. generell fett- oder zuckerreiche Lebensmittel können den Speichelfluss anregen und dich so bei einer deutlichen, sauberen Aussprache behindern. 

Gewöhne dich zunächst an deine Stimme

Um diese Tipps in der Praxis umsetzen zu können, musst du dich vorab an deine Stimme gewöhnen und zumindest ein bisschen mögen lernen. Und um an ihr arbeiten zu können, musst du sie nämlich erst einmal kennen. Vor allem, wenn du dich selbst das erste Mal aufgenommen hörst, wirst du feststellen, dass sich deine Stimme von außen ganz anders anhört, als du sie selbst wahrnimmst.

Daher sind viele Leute häufig überrascht und finden die Stimme sogar grauenvoll, da sie den Klang einfach nicht gewohnt sind. Du solltest dir also deine aufgenommene Stimme erst einmal anhören und wenn sie dir nicht gefällt, kannst du beginnen, daran zu arbeiten. Für Ariane Willikonsky heißt Selbstbewusstsein beispielsweise, dass man sich über sich selbst bewusst ist und dazu gehört eben auch die Stimme. Man muss diese zwar nicht toll finden, aber man muss sie eben kennen und wenn man nicht zufrieden ist, muss man daran arbeiten. 

Tipp: Vor Drehbeginn kannst du deine Stimme gezielt mit Sprechübungen auf die Videoproduktion vorbereiten, damit diese einen einheitlichen Klang in allen Videos aufweist, die du an diesem Tag produzierst.

8.Tipp: Überlege dir vorab, welche Inhalte du vermitteln möchtest

Wenn du Angst vor der Kamera hast, ist es wichtig, dass du dir vorher alle Inhalte überlegst und durchgehst, die du im Video vermitteln möchtest. Erstelle dir eine kleine Struktur, zum Beispiel aus Stichpunkten. Ariane Willikonsky macht dies am Beispiel ihrer sogenannten „Redneruhr“, die für ihre Arbeit sehr praktisch ist.

Folgende Punkte umfasst diese Redneruhr:

  • „Wer bin ich?“
  • „Was mache ich?“ 
  • „Für wen ist es?“
  • „Wie mache ich es?“
  • „Wozu das Ganze? Was bringt es jemandem?“
  • „Was soll dieser jemand danach tun?“ (Call to action)

Mit dieser Struktur geht sie durch jedes einzelne Video, unabhängig vom Umfang. Du solltest also nicht einfach ohne Konzept drauflos reden, da sonst die Zuschauer schnell das Interesse verlieren. Es ist dabei zwar wichtig, ein inhaltliches Konzept zu haben, dieses aber nicht bis ins Detail auszuarbeiten, sondern sich nur eine simple Struktur mit Stichpunkten auszudenken. Ansonsten kann es schnell vorkommen, dass man zum Ablesen neigt. Auch von Teleprompter-Apps rät Ariane Willikonsky ab. Auch während der Aufnahme noch einmal auf den Zettel zu schauen und zu schauen, ob alle Punkte abgearbeitet sind, ist kein Problem. Selbst wenn du noch einen Punkt vergessen hast, kannst du dies erwähnen und anschließend noch ergänzen.

Tipp: Damit du dir die Möglichkeit offen halten kannst, die Reihenfolge der Videos im Nachhinein noch ändern zu können, einzelne Videos zu ergänzen oder zu löschen, solltest du innerhalb der Videos nicht auf andere Videos oder deren Inhalte verweisen. So kannst du deine Videos gegebenenfalls sogar für weitere Online-Kurse nutzen.

9. Tipp: Lasse dich durch kleine Fehler nicht aus dem Konzept bringen

Ariane Willinkonsky braucht im Schnitt häufig 15 bis 20 Versuche, bis ein Video im Kasten ist und in der Lektion eines Video-Kurses landet. Grundsätzlich sind Versprecher kein Problem, jedoch solltest du einen gewissen Anspruch an dich selbst und deine Inhalte haben. Letzten Endes musst du nämlich selbst damit zufrieden sein und es muss für dich selbst passen und eine runde Sache sein. Um das Video ein paarmal durchsprechen zu können, solltest du daher ausreichend Zeit einplanen, bis es für dich passt. 

Am Beispiel von Ariane wären das ein bis zwei Videos, für die sie jeweils etwa drei Stunden Zeit einplant, auch wenn diese letzten Endes nur 10 Minuten dauern. Nachdem sie sich mit einem Konzept vorbereitet hat, spricht sie den Inhalt locker in die Kamera. Wenn sie sich mal versprechen sollte, dreht sie nicht das ganze Video neu, sondern arbeitet mit Sequenzen.

Arbeite mit einzelnen Videosequenzen

Das bedeutet, dass sie auch nicht das ganze Video hindurch redet, sondern mit der Redneruhr die genannten sechs Bereiche abarbeitet. Die Begrüßung ist dabei völlig individuell und losgelöst von den restlichen Inhalten. Also folgt zuerst die Begrüßung, dann ein Schnitt, da dieser thematisch passt. So muss sie nicht immer alles neu drehen, sondern muss nach einem Versprecher nur eine Sequenz neu drehen.

Wie du siehst, ergibt es wenig Sinn, das ganze Video auf einmal aufnehmen zu wollen. Denn sonst würdest du immer denken, dass du dir über längere Zeit alles merken musst, was du sagen möchtest und dir dabei auf keinen Fall ein Fehler unterlaufen darf. Mit diesem Perfektionismus machst du dir unnötig Stress, dem du mit der Aufteilung in einzelne Sequenzen einfach vorbeugen kannst. 

Wenn du mit einer Sequenz nicht zufrieden bist und diese optimieren möchtest, kannst du diese so lange wiederholen und neu aufzeichnen, bis für dich alles passt. Anschließend kannst du die einzelnen Sequenzen mit einem geeigneten Tool zur Videobearbeitung in die korrekte Reihenfolge bringen. Wenn du Windows nutzt, können wir dir Camtasia empfehlen – als Mac-Nutzer Screenflow oder den Quick Time Player.

Häufig musst du bei Angst vor der Kamera erst einmal in den Flow kommen, denn meist passieren in den ersten Minuten die meisten Versprecher. Danach wirst du schnell automatisch sicherer. Bei einem Versprecher kannst du den Satz noch einmal wiederholen, also neu sprechen, anschließend das Video so schneiden, dass der Versprecher draußen ist und der neue Satz diesen korrekt ersetzt.

Weil es eben häufig eine Weile dauert, bis du vor der Kamera auftaust, kannst du dir auch eine sinnvolle Reihenfolge überlegen, in der du die Videos aufnimmst. Die ersten Videos, die du für die Einleitung in deinen Online-Kurs produzierst, sind nämlich am wichtigsten, da es bekanntlich der erste Eindruck ist, der zählt. Und für diesen hast du nur eine einzige Chance – daher solltest du diese Videos erst aufnehmen, wenn du sicher vor der Kamera bist, also am besten eher gegen Ende der Videoproduktion.

10. Tipp: Warum Videos?

Trotz Angst vor der Kamera kannst du über Videos vieles mehr als bei anderen Medien transportieren – Mimik, Gestik, Stimme. Für Ariane Willikonsky sind Videos ihre Einnahmequelle. Wenn Menschen zu ihr kommen, dann entweder über die Empfehlung bestehender Kunden oder häufig über ihre Videos. Im Gegensatz zu vielen Kollegen muss sie keine kostenlose Erstberatung mehr anbieten, da die Leute sie bereits über ihre Videos kennen.

Sie haben sich bewusst entschieden, zu ihr zu kommen, da sie sie eben bereits kennen und wissen, wie sie arbeitet. Die Leute wollen letztlich zu ihr, weil sie genauso ist, wie sie ist und sich in ihren Videos auch so gibt. Für Ariana Willikonsky ist das eine tolle Basis, da die Leute bereits hoch motiviert zu ihr kommen. Dadurch entsteht schnell eine tolle Arbeitsebene, da die Kunden genau das gefunden haben, was sie gesucht haben.

Bei Fragen oder wenn du mehr über Ariane Willikonsky erfahren möchtest, kannst du sie über ihre Online-Akademie kontaktieren, die sie mit Spreadmind umgesetzt hat. Auch über ihre Website und die Kommentarfunktion unter ihren Videos steht sie dir gerne mit Rat und Tat zur Seite.