Einen Online Kurs erstellen in drei einfachen Schritten

Einen Online Kurs erstellen – Meine Erfahrungen und wertvolle Tipps für dich

Du bist sicherlich schon einmal an den Punkt gelangt, an dem du dir folgende Frage gestellt hast: „Warum soll ich überhaupt einen Online Kurs erstellen?“

Nun, dies lässt sich eigentlich sehr einfach beantworten:

Du möchtest dein Wissen mit anderen teilen. Du möchtest anderen Menschen helfen, die genau das gleiche Problem wie du hatten bzw. haben und ihnen eine Lösung zeigen – und das am besten sofort.

Aber nicht nur das. Was anfangs mit einem hohen Zeitaufwand verbunden ist, zahlt sich am Ende auf jeden Fall aus: Du schaffst ein digitales Produkt, welches nachhaltig ist. Interessenten können es zu jeder Zeit und von jedem Ort der Welt aus kaufen – egal ob Montag morgens um 5:00 Uhr oder Freitag abends um 23:30 Uhr. Sie haben nach dem Kauf sofort Zugriff auf deine Inhalte und können bereits mit der ersten Lektion beginnen.

Ich denke mehr braucht es wirklich nicht, um die gestellte Frage zu beantworten 😉

Beim Erstellen eines Online Kurses solltest du dich auf jeden Fall mit diesen drei Bereichen intensiv beschäftigen:

  1. Vorbereitung
  2. Content Production (Inhalte produzieren)
  3. Nacharbeit

Unter Vorbereitung verstehe ich nicht nur das Zusammentragen der notwendigen Information, sondern auch die genaue Analyse der Zielgruppe, für die du deinen Online Kurs erstellen möchtest. Wenn du nämlich weißt, was deine Zielgruppe braucht und welche Wünsche sie hat, wird es dir viel einfacher fallen, deinen Online Kurs auch erfolgreich zu verkaufen.

Wenn du Inhalte produzierst und aufbereitest, solltest du auf einen sinnvollen, didaktischen Aufbau deines Contents achten.

Die Nacharbeit wird leider viel zu oft vernachlässigt. Damit meine ich nicht das Kontrollieren deines Inhalts, sondern vielmehr die Betreuung deiner Kunden während des Kurses und auch nachdem sie ihn beendet haben.

Ich werde im Nachfolgenden sehr genau auf diese drei Bereiche eingehen und dabei oft Parallelen zu der Erstellung meines ersten Online Kurses ziehen. Ich möchte meine Erfahrungen mit dir teilen und dir weitere Tipps + Ratschläge mit auf den Weg geben.

Die Vorbereitung – Das A und O beim Online Kurse erstellen 

Mache dich deiner Ausgangssituation bewusst 

Habe keine Angst davor zu glauben, dass dir für das Online Kurse erstellen das nötige Expertenwissen fehlt. Denn um ein Experte zu sein, benötigt es nicht irgendein Zertifikat oder abgeschlossenes Studium.

Vielmehr solltest du für dein Thema brennen, es mit Leidenschaft und aus voller Überzeugung behandeln. Und genau diese Leidenschaft für das Thema hast du mit deiner Zielgruppe gemein. Deinen Online Kurs erstellst du daher nicht für dich selbst, sondern immer für deine Zielgruppe. Dabei ist es beim Online Kurs erstellen häufig nicht entscheidend, ob du DER Experte schlechthin bist. 

Denn je greifbarer und authentischer du für deine Zielgruppe bist, desto leichter fällt es deinen Kunden, von dir zu lernen. Wenn sie wissen, dass du mit dem, was du tust, erfolgreich bist, interessieren sie sich für deine Erfolge und nicht für eine fachliche Ausbildung in diesem Bereich. Sie interessieren sich für die Hintergründe deines Erfolgs und den Weg dorthin, also deine Kursinhalte. 

Denn genau das ist es, was sie durch deinen Online Kurs selbst erreichen möchten. Viele Berater, Coaches und Trainer haben sich ihre Erfahrung und Wissen häufig durch ihren Werdegang selbst angeeignet und haben ihren Fachbereich nicht studiert oder eine Ausbildung darin gemacht. 

Kenne deine Zielgruppe

Stelle dir zu Beginn folgende Fragen:

  • Wer ist überhaupt meine Zielgruppe?
  • An wen soll sich der Online Kurs richten?
  • Ist die Idee meines Produktes überhaupt für meine Zielgruppe relevant?

Meistens findest du dich selbst in deiner Zielgruppe wieder: Vielleicht warst du einmal an demselben Punkt wie deine Zielgruppe gerade jetzt.

Frage dich also, was die Wünsche und Träume deiner Zielgruppe sind, aber auch deren Ängste und Sorgen. Bringe ihren sehnlichsten Wunsch in Erfahrung und vor allen Dingen den größten Engpass, der sie daran hindert, diesen Wunsch zu erfüllen.

Genau da kannst du mit deinem Produkt ansetzen. Dein Online Kurs sollte der Schlüssel sein, der deine Teilnehmer vom Problem zielgerichtet zur Lösung führt.

Ein persönliches Beispiel: Ich habe 2014 mein erstes Webdesign-Projekt bei Mario mit WordPress und dem Headway-Theme umgesetzt. Das war auch das erste Mal, dass ich überhaupt von Headway gehört und damit gearbeitet habe (ein WordPress-Theme, mit welchem du deine Webseite selbstständig aufbauen und gestalten kannst). Das Theme ist komplett englischsprachig, was für mich allerdings dank meines Auslandsaufenthalts nicht problematisch war. Dennoch brauchte ich sehr lange, bis ich überhaupt verstanden habe, wie Headway funktioniert und aufgebaut ist.

Mein Wissen habe ich mir teilweise mit Hilfe von ein paar englischsprachigen YouTube-Videos, aber vor allem durch viel Testen und Probieren angeeignet. Und wenn ich ehrlich bin: Es gab oft Momente, wo ich wirklich am verzweifeln war… Aber sobald man die Funktionsweise verstanden hat, fällt es einem nach und nach leichter und man hat auch Spaß bei der Arbeit.

Dann sollte ich für Mario eine Headway Schulung für einen seiner Online Kurse erstellen. Und dabei habe ich mir folgende Fragen gestellt:

  • Was für Probleme hatte ich zu Beginn mit Headway?
  • Welche Bereiche / Funktionen habe ich nicht verstanden?
  • Womit habe ich immer noch Probleme, weil ich es einfach immer noch nicht verstehe? Sind diese relevant für meine Zielgruppe? (Wenn Ja: Recherchieren & Verstehen 🙂 )
  • Wer ist überhaupt meine Zielgruppe?
  • Welchen Wissensstand hat meine Zielgruppe? Was kann ich voraussetzen und was nicht?
  • Wird meine Zielgruppe Probleme mit der englischen Sprachen haben?
  • Welches Ziel hat die Schulung? Was sollen die Teilnehmer am Ende erreicht haben?

Ich weiß, du hörst das wahrscheinlich sehr oft – aber es ist nun mal unglaublich wichtig, seine Zielgruppe, also deine potentiellen Käufer, zu kennen. Mir hat es z. B. sehr geholfen, als ich meine Zielgruppe besser kennen gelernt habe:

→ Coaches, Trainer und Berater, die ihr Expertenwissen über das Internet mit anderen teilen möchten. Über eine Webseite wollen sie in den Suchmaschinen gefunden werden, wollen Traffic generieren und eine hohe Conversion Rate erzielen (Conversion bedeutet die Umwandlung eines Besuchers in einen Interessenten und potentiellen Kunden). Dafür benötigen sie eine Webseite, die perfekt auf ihre Bedürfnisse und auf ein optimiertes Online Marketing abgestimmt ist.

Für mich war somit schnell klar: Ich muss meine Zielgruppe komplett bei Null abholen. Denn es ist womöglich das erste Mal, dass sie sich mit dem Thema „Webseiten Erstellung“ auseinander setzen. Ich kann daher weder voraussetzen, dass sie die Technik und Funktionsweise, die hinter dem Headway Theme steckt, auf Anhieb verstehen, noch, dass sie alle englischen Wörter sinngemäß übersetzen können. Das Ziel der Schulung war, dass die Teilnehmer am Ende ihre eigene Webseite komplett selbstständig aufgebaut und dazu noch gestaltet haben. Aber vor allem: Dass sie verstanden haben, was sie da eigentlich gemacht haben.

Ich kann dir nur einen Rat geben: Hole auch du deine Zielgruppe komplett bei Null ab.

Setze beim Online Kurse erstellen keinen Wissenstand voraus (sofern es nicht ein Fortgeschrittener Kurs werden soll). Und habe immer ein Ziel vor Augen, welches deine Teilnehmer am Ende erreichen sollen.

Finde ein Thema bzw. eine Produktidee

Was ist, wenn du deine Zielgruppe kennst, dir aber eine die Idee für ein Produkt fehlt?

Bevor du mit dem Online Kurs erstellen beginnst, brauchst du natürlich ein Thema für deinen ersten Online Kurs. Wenn du bereits über ein bestehendes Experten Business verfügst, fällt dir die Wahl des Themas sicherlich leicht.

Falls dir die Themenfindung dennoch schwerfällt, kannst du dir folgende Fragen zur Hilfe nehmen:

– Welchem Thema gehst du leidenschaftlich nach, was begeistert dich, wo fühlt sich das Lernen nicht danach an, geht spielerisch von der Hand und macht Spaß?

– Konntest du zu einem Thema bereits tiefergreifende Erfahrungen sammeln und vielleicht sogar erste Erfolge verzeichnen?

– Gibt es ein Thema, zu dem dich Arbeitskollegen, Geschäftspartner, Freunde und Verwandte bereits häufiger um Rat gefragt haben?

– Zu welchem Thema könntest du völlig spontan über einen längeren Zeitraum sprechen und das sogar vor Publikum?

– Denkst du, dass du sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene Kursteilnehmer durch dein Expertenwissen zu einem bestimmten Thema weiterbringen kannst?

Wenn du dir diese Fragen durch den Kopf gehen lässt, kommst du deinem Ziel, einen Online Kurs zu einem bestimmten Thema zu erstellen, Schritt für Schritt näher. 

Es kann natürlich immer passieren, dass du zwar die Leidenschaft für ein Thema zum Online Kurs erstellen hast, aber es nicht viele Personen gibt, die sich für das Thema interessieren. Dementsprechend klein wäre die zu erreichende Zielgruppe und du würdest mit deinem Online Kurs nur wenige Menschen erreichen, die das Produkt kaufen möchten. 

Wenn du mit Hilfe der Fragen noch nicht auf ein Thema bzw. eine Produktidee für deinen Online-Kurs gekommen bist, gibt es noch weitere unterschiedliche Herangehensweisen, um auf eine Produktidee zu stoßen und drei davon möchte ich dir genauer vorstellen. Falls du bereits ein Thema gefunden hast, lässt sich darüber auch die Frage nach dem Potenzial des Themas bzw. auch der Zielgruppe beantworten. 

Starte eine Umfrage

Diese Herangehensweise setzt allerdings voraus, dass du bereits auf potentielle Teilnehmer zurückgreifen kannst. Teilnehmer sind z. B. Leser deines Blogs, Abonnenten in der E-Mail-Liste oder deine Follower auf Social Media-Plattformen.

Und das sind die Fragen, die du unbedingt in deiner Umfrage stellen solltest:

  1. Was ist im Moment deine größte Hürde im Bereich XY? (Beispiel: „Was ist im Moment deine größte Hürde um ein Online Business aufzubauen?“, „Was ist im Moment deine größte Hürde um eine eigene Webseite zu erstellen?“ usw.)
  2. Was hindert dich konkret daran, die oben genannte Hürde zu bewältigen?
  3. Was würde es für dich bedeuten, dieses Problem zu lösen?

Bei der ersten Frage hast du für die Antwortmöglichkeit zwei Optionen, welche dir auch unterschiedliche Ergebnisse liefern:

  • Option 1: offene Antwort. Deine Teilnehmer können ihren eigenen Text verfassen. Du kommst dadurch auch zu ganz neuen Erkenntnissen, welche Probleme deine Zielgruppe hat, an die du noch gar nicht gedacht hast. Das ist vor allem dann von Vorteil, wenn du deine Branche noch nicht so gut kennen solltest.
  • Option 2: Auswahlmöglichkeit. Wenn du deine Branche schon ziemlich gut kennst und auch deren Probleme, dann kannst du deinen Teilnehmern ein paar Antworten zur Auswahl vorlegen. Dadurch erreichst du dann eher eine Wertung der bereits bekannten Probleme und du reicherst deine bisherigen Erkenntnisse an. Ein Vorteil bei dieser Option ist, dass du weißt, welches Produkt du als nächstes erstellen könntest. Oder auch welche Produkte aufeinander aufbauen sollten.

Im Grunde fragst du mit der ersten Frage ganz konkret nach dem oben angesprochenen Engpass.

Die zweite Fragestellung hilft dir, zu erfahren, welche Themen du in deinem Produkt integrieren und behandeln solltest. Vor allem unterstützt es deine erste Frage – denn du erfährst hier, warum genau das ihre größte Hürde ist.

Die dritte und letzte Frage liefert dir Ergebnisse, wie du das Produkt später vermarkten solltest. Welchen Nutzen hat es für deine Zielgruppe, was werden sie am Ende erreichen, wenn sie das Produkt erwerben?

Du siehst, es braucht gar nicht viele Fragen, um auf eine Produktidee zu kommen. Aber es ist eben ganz entscheidend, welche Fragen gestellt werden.

Übrigens: Du kannst mit Hilfe von „Google Formularen“ in nur wenigen Minuten eine Umfrage erstellen und diese dann entweder über einen Link per E-Mail und in Facebook teilen oder sogar auf deiner Webseite einbinden. Hier geht es zu dem Tool „Google Umfragen“.

Tipp: Über eine Umfrage kannst du auch allgemein die Meinung deiner Zielgruppe zu einem bestimmten Thema einholen und erfährst so auch das potenzielle Interesse an diesem Thema und welche Inhalte du in einem Online Kurs darüber behandelt könntest. Des Weiteren kannst du auch Menschen aus deinem beruflichen oder privaten Umfeld nach ihrer Meinung zu einem Thema befragen, zu dem du einen Online Kurs erstellen möchtest. 

Amazon Bestseller 

Eine weitere Herangehensweise ist, durch die „Amazon Bestseller“ zu einer Produktidee zu kommen.

Hierfür hat Mario bereits ein Video produziert, welches du dir unbedingt anschauen musst:

In welcher Form du das Produkt deinen Kunden auslieferst, bleibt dir überlassen: Es kann ein eBook sein, welches du z. B. als eine PDF-Datei zum Download anbietest. Oder, wie in meinem Beispiel der Fall, erstellst du einen Online Kurs mit verschiedenen Lektionen. Und welche Medien du innerhalb der Lektionen einsetzen möchtest, hängt meistens von deinem Inhalt, aber auch deiner Zielgruppe ab.

Bei meiner Headway Schulung war schnell klar, dass ich mit Hilfe von Videos meinen Teilnehmern am besten die Funktionsweise des Themes erklären kann. Dadurch konnten sie 1:1 genau das sehen, was ich erkläre, wo sie eine bestimmte Funktion finden und sie konnten ihr erlerntes Wissen gleichzeitig Schritt für Schritt umsetzen.

Biete ein kostenloses Freebie an

Wenn du bereits sicher bist, dass dein Thema bzw. deine Produktidee bei deiner Zielgruppe gut ankommen und auch erfolgreich sein könnte, kannst du auch zunächst ein Testprodukt mit kleinerem Umfang als kostenloses Freebie anbieten wie zum Beispiel einen Leitfaden oder Ratgeber als PDF, ein eBook oder ein Webinar. Anhand der Anzahl der Downloads bzw. der Anmeldungen kannst du das mögliche Potenzial bzw. das Interesse am Thema sowie einer Umsetzung als Produkt erkennen. 

Definiere das Ziel des Kurses

Nachdem du den ersten wichtigen Schritt – die Themenfindung – geschafft hast, solltest du dir nun überlegen, was das konkrete Ziel deines Online Kurses sein soll und wie du die Probleme deiner Zielgruppe, die du zum Beispiel über eine Umfrage herausgefunden hast, lösen kannst. So hast du die Möglichkeit, die Inhalte des Online Kurses besser zu planen und die Bedürfnisse und Wünsche deiner Kunden zu erfüllen. Stelle dir also die Frage, was deine Kursteilnehmer erreicht haben sollen, nachdem sie deinen Online Kurs vollständig absolviert haben. Wenn du das Kursziel präzise definieren kannst, fällt es dir umso leichter, im folgenden Schritt die Inhalte für deinen Online Kurs zu bestimmen.

Das Kursziel sollte idealerweise messbar und konkret formuliert sein, damit der Kursteilnehmer nach Abschluss des Online Kurses selbst kontrollieren kann, ob er dieses erreicht hat.

So könnte das Ziel deines Kurses wie folgt lauten: “Das Ziel meines Online Kurses ist es, dass du eigenständig einen Online Kurs auf deiner Spreadmind Plattform erstellen und mit einem Produkt verknüpfen kannst, sodass du den Kurs an interessierte Personen aus deiner Zielgruppe verkaufen kannst.  

Anders würde es aussehen, wenn du dein Ziel wie folgt formulieren würdest: Das Ziel meines Online Kurses ist es, dir Wissen über das Online Kurs erstellen mit WordPress zu vermitteln. Das Ziel wäre hierbei nicht wirklich spezifisch formuliert und die Kursteilnehmer wüssten zwar, dass sie nach dem Kurs Wissen über dieses Thema vermittelt bekommen haben, aber nicht, was sie damit konkret umsetzen können bzw. ob sie mit diesem Wissen eigenständig einen Online Kurs erstellen könnten. 

Tipp: Wenn du dein Thema gefunden hast und das Ziel kennst, was die Kursteilnehmer mit deinem Online-Kurs erreichen, kannst du Recherche bei deinen Mitbewerbern betreiben. Wenn du die gängigen Suchmaschinen bemühst, bekommst du schnell einen Überblick darüber, welche Kurse zum gleichen oder verwandten Themen bereits angeboten werden und wie die potentiellen Zielgruppen bzw. deren Nachfrage aussehen. Wenn bereits eine größere Auswahl an thematisch passenden Online Kursen vorhanden ist, lässt das Rückschlüsse darauf zu, dass der Bedarf und damit auch die Nachfrage vorhanden ist. Dein Online Kurs sollte im besten Fall die ideale Lösung für die Probleme der Zielgruppe sein.

Um dich mit deinem Online Kurs von den Mitbewerbern abzugrenzen, kannst du des Weiteren versuchen, dich innerhalb der Zielgruppe weiter zu spezialisieren und gegebenenfalls andere Kursformate wählen, die den Interessenten weiterführende Inhalte bieten oder die Thematik auf andere Art und Weise behandeln, die zum Beispiel durch verschiedene Medien unterschiedliche Lerntypen anspricht. Mehr dazu erkläre ich dir in folgendem Abschnitt.

 

Bevor ich mit dem für das Online Kurs erstellen wichtigen zweiten Teil „Content Production“ fortfahre, möchte ich noch einmal kurz die wichtigsten Erkenntnisse aus dem ersten Teil zusammen fassen:

  • An wen soll sich der Online Kurs richten? Kenne deine Zielgruppe. Finde ihre Träume und Wünsche heraus, aber auch ihre Ängste und Probleme.
  • Hast du eine Produktidee? Wenn nein, nutze z. B. Umfrage-Tools oder die Amazon Besteller-Liste um zu erfahren, welche Probleme deine Zielgruppe hat und nach welcher Lösung sie suchen.
  • Ist der Online Kurs überhaupt relevant für deine Zielgruppe? Dein Online Kurs muss der Schlüssel sein, der deine Teilnehmer von ihrem Problem zielgerichtet zu einer Lösung führt.
  • Was ist das Ziel des Online Kurses und wie erreicht deine Zielgruppe es zusammen mit dir und deinem Kurs? Finde eine eindeutig messbare Formulierung des Kursziels, um den Abgleich zwischen dem Erreichten und dem formulierten Ziel für die Kursteilnehmer möglich zu machen.

 

Content Production – Inhalte für deinen Online Kurs erstellen, didaktisch aufeinander aufbauen und produzieren

Brain Storming

Wenn du deine Zielgruppe kennst und somit auch das Thema deines Online Kurses klar ist, kannst du nun mit dem Sammeln von Inhalten beginnen. Sei in diesem Stadium deines Arbeitsprozesses komplett frei und losgelöst von jeglicher Struktur oder Aufbau deines Online Kurses. Dieser Prozess wird „Brainstorming“ genannt. Hier geht es wirklich darum, erst einmal alle Informationen, Ideen, Themen und Inhalte zu sammeln.

Am besten erstellst du hierfür eine Mindmap mit verschiedenen Ideen für Hauptthemen, die du in deinem Online Kurs abdecken möchtest. Diesen Themen fügst du dann weitere Unterpunkte hinzu und beschreibst stichwortartig, welche Inhalte diese haben.

Das Brainstorming ist deshalb so wichtig, um das Thema weiter zu verfeinern und den Online Kurs spezifisch auf deine Zielgruppe ausrichten zu können. Die Wahl des Themas entscheidet nämlich maßgeblich über den Umfang des Online Kurses. Viele sehen sich von der Menge an Inhalten überwältigt, da sie das Thema zu allgemein und umfangreich gewählt haben und das Projekt Online Kurs erstellen scheitert. 

Tipp: Eine große Hilfe beim Erstellen einer Mindmap ist für mich das kostenlose Mindmap-Tool von bubbl.us. Du brauchst dich lediglich mit deiner E-Mail-Adresse zu registrieren und kannst bis zu drei Mindmaps kostenlos erstellen.

Großer Vorteil: Du hast eine überaus große Fläche, auf welcher du deine „Bubbles“ erstellten kannst. Somit kannst du alle Bereiche (Recherche, Umfragen, Zielgruppenanalyse, Produktidee usw.) für das Erstellen eines Online Kurses auch in einer Mindmap realisieren.

Mache dir innerhalb deiner Mindmap ebenfalls Notizen, welches Medium sich am besten für die Aufbereitung eines bestimmten Themas eignen würde. Denn deine Lektionen müssen nicht alle dem selben Schema folgen.

Je nach Produktart und Lerntyp der Zielgruppe ergibt es Sinn, mehrere Medien miteinander zu kombinieren. So habe ich mich bei der Headway Schulung hauptsächlich für Videos entschieden, aber jede Lektion mit einem kleinen Einführungstext eingeleitet.

Wahl des Mediums

Ein entscheidender Vorteil von Online Kursen gegenüber klassischen Lernangeboten ist es, dass du viele Interessenten gleichzeitig erreichen und ihnen damit helfen kannst. Sowohl deine Kursteilnehmer als auch du selbst sind sowohl bei der Umsetzung und Durchführung bzw. dem Konsum der Kursinhalte örtlich gesehen vollkommen ungebunden. Das heißt also, dass weder du noch deine Kunden den Ort, an dem sie sich befinden, verlassen und extra irgendwo hinfahren müssen.

Um diese Flexibilität aufrecht zu erhalten und die Bedürfnisse der einzelnen Kursteilnehmer aus der Zielgruppe zu befriedigen, ist die Wahl des Mediums bzw. der Medien für deinen Online Kurs essenziell. Die Inhalte sollen nämlich nicht nur dich zufrieden stellen, sondern auch die unterschiedlichen Lerntypen innerhalb deiner Zielgruppe bedienen. 

Manche lernen zum Beispiel lieber mittels Texten und Übungen – haben dabei die Materialien gerne in der Hand, andere können das vermittelte Wissen besser über informative Videos verinnerlichen. Wenn sich durch deine Erfahrungen mit der Zielgruppe sowie deine Recherche und Umfragen bereits favorisierte Arten zu Lernen herauskristallisieren, ist es sinnvoll, beim Online Kurs erstellen auch die entsprechenden Medien zu nutzen. 

Dabei hat natürlich jedes Medium seine Vor- und Nachteile. Während es rein über Text und Bild schwierig ist, komplexe Sachverhalte zu vermitteln, ist dies mit einem Video deutlich anschaulicher umzusetzen. Andererseits kann sich die Produktion mit unter deutlich aufwendiger gestalten.

Da ein guter Online Kurs von hochwertigen Inhalten lebt, stelle ich dir nun eine Auswahl an Medien vor, die sich zur ansprechenden Vermittlung deines Wissens eignen. Es gibt nämlich viele Möglichkeiten, einen Online Kurs zu erstellen, der die Kursteilnehmer einerseits ans Ziel führt, andererseits auch Spaß macht und Abwechslung bietet.

Finde also heraus, welche Medien für dich und deine Teilnehmer am besten passen würden:

Video – Du stehst vor der Kamera. Wenn du dich vor einer Kamera sicher fühlst, dann erstelle doch ein Willkommens-Video, in welchem du deine Teilnehmer begrüßt und ihnen zeigst, was sie denn alles erwartet. Das kann auch schon das einzige Mal beim Erstellen eines Online Kurses gewesen sein, dass du vor der Kamera stehst.

Video – Bildschirmaufnahmen. Eignet sich beispielsweise sehr gut für Erklärvideos. Hierbei erklärst du etwas an deinem Computer und nimmst gleichzeitig deinen Bildschirm dabei auf. So kannst du einen Prozess erklären und gleichzeitig auch anhand einer Präsentation zeigen, wie dieser denn funktioniert. Mario z. B. erstellt meistens eine Power-Point oder PDF-Präsentationen, bei der er beim Präsentieren auch gleichzeitig den Bildschirm und den Ton über das integrierte Mikrofon aufnimmt.

Video-Kombination – Bildschirmaufnahme und zusätzliche Aufnahme über Kamera oder integrierte Laptopkamera. Nicht jeder fühlt sich gleich beim ersten Mal sicher vor der Kamera und kann dabei auch noch frei sprechen. Oft braucht man einfach eine gewisse Zeit, bis man sich sicher und unbeschwert bei dem Vortrag fühlt. Meistens passiert das genau dann, wenn du komplett in dein Thema eingestiegen bist.

Probiere dabei doch einfach mal aus, deinen Bildschirm aufzunehmen und dich zusätzlich dabei zu filmen. Du wirst sehen, es wird oft Momente geben, bei denen du gar nicht merkst, dass eine Kamera dich nebenbei filmt und du wirst komplett frei sprechen und gestikulieren. Füge diese Ausschnitte doch einfach deinen Bildschirmaufnahmen hinzu. Oder auch gleich die komplette Aufnahme.

Über diese Video-Kombination kannst du etwa auch Live-Angebote wie zum Beispiel Webinare oder Workshops über Zoom anbieten, diese aufzeichnen und die Aufzeichnung anschließend in einzelne Lektionen aufgeteilt als Online Kurs verkaufen.

MP3 Audiodateien. Da man bei diesem Medium nichts sehen sondern nur hören kann, ist hier eine klare und deutliche Aussprache besonders wichtig. Sonst wird es für den Zuhörer ziemlich anstrengend, dir über längere Zeit zuzuhören. Versuche dabei, störende Geräusche aus deinem Umfeld zu reduzieren (Geschrei, Straßenverkehr, Baulärm,…).

Text. Du musst beim Online Kurse erstellen nicht immer ein Video oder ein MP3 nutzen, um deine Inhalte aufzubereiten. Oft reicht es auch aus, die Inhalte deiner Lektionen einfach zu schreiben. Sehe deine Lektionen als einen Teil einer Blog-Artikel-Serie an, die ein bestimmtes Thema behandelt. Den Text einer jeden Lektion gestaltest du mit verschiedenen Überschriftsformaten, Zitaten und vielen Absätzen, damit sie für deinen Teilnehmer einfach zu erfassen und zu lesen sind. Füge an passenden Stellen auch ruhig Bilder ein, um z. B. einen Prozess zu verdeutlichen.

In Textform kannst du deine Inhalte mit verschiedenen weiteren Inhalten aufwerten oder bestehende Inhalte ansprechend beschreiben. So kannst du beispielsweise Tests oder Übungsaufgaben zur Abfrage des erlernten Wissens nach jeder Lektion in deinen Online Kurs einbinden, Checklisten oder Zusammenfassungen per PDF ergänzen, Empfehlungen zu weiterführenden Quellen wie Blogartikel, Bücher etc. hinzufügen oder auch deine E-Mails formulieren, wenn du beispielsweise die Lektionen deines Online-Kurses über diesen Weg an deine Kursteilnehmer verschickst. Wenn du deinen Online-Kurs schnellstmöglich veröffentlichen willst und mit der Produktion von Videos keine Erfahrung hast, solltest du zunächst ebenfalls auf die Textform zurückgreifen.

Tipp: Da der persönliche Kontakt zur Zielgruppe ein wichtiger Faktor für den Erfolg eine Online Kurses ist, kannst du zusätzlich zu deinem Online Kurs ein persönliches Coaching zum Beispiel über ein Telefonat oder ein Zoom-Meeting anbieten. Zwar hilft dir die Recherche bei der Konkurrenz bei der Themenfindung, jedoch sollten deine Inhalte und deine Herangehensweise an das Thema immer individuell und persönlich auf deine Zielgruppe zugeschnitten sein.

Inhalte strukturieren

Da du nun dein Thema kennst und weißt, dass das Interesse seitens deiner Zielgruppe vorhanden ist, beginnst du, die im Brainstorming lose notierten Inhalte zu strukturieren .

Wenn du also deiner Mindmap nichts mehr hinzuzufügen hast, kannst du mit der Strukturierung direkt loslegen: 

Im nächsten Schritt baust du deine Inhalte didaktisch aufeinander auf. Kurz gesagt bedeutet ein „didaktischer Aufbau“, dass deine Teilnehmer den Online Kurs in einer bestimmten aber vor allem auch sinnvollen Reihenfolge durcharbeiten sollen. Dazu gliederst du alle deine Inhalte in Kapitel bzw. in meinem Fall in Module und Lektionen.

Oftmals geschieht diese Strukturierung noch während deines Brainstormings: Du entwickelst ein Gefühl dafür, welche Inhalte mehr für die Einleitung und den Hauptteil geeignet sind und welche Themen du besser in die letzten Lektionen deines Online Kurses packst. Dabei ist es grundsätzlich sinnvoll, mit einfachen Inhalten deines Themas zu beginnen und komplexere Sachverhalte erst in spätere Lektion im fortgeschrittenen Verlauf des Kurses mit einzubeziehen. 

Inhalte für die Einleitung:

In der ersten Lektion deines Online Kurses solltest du auf jeden Fall deine Teilnehmer begrüßen. Dies kann über einen Text, im besten Falle aber über ein Video geschehen. Probiere es einfach mal aus:

  • Setze oder stelle dich in eine Umgebung, in der du dich sicher fühlst. Das kann dein Arbeits- oder Wohnzimmer sein, oder auch dein Lieblingsplatz in deinem Garten.
  • Begrüße den Teilnehmer zu deinem Online Kurs, bedanke dich dafür, dass er mit an Bord ist – denn so etwas ist nicht selbstverständlich.
  • Stelle dich noch einmal ganz kurz vor.
  • Weise deinen Teilnehmer auf den interaktiven Austausch mit dir hin: über die Kommentarfunktion in jeder Lektion oder via E-Mail.

Aber nicht vergessen: Halte dich kurz!

Das muss kein langes Video werden, es reichen 2-3 Minuten. Du möchtest deine Teilnehmer ja nicht ewig aufhalten 😉

Wenn du bei der Bereitstellung deines Online Kurses die Möglichkeit einer Übersichtsseite hast, dann packe das Willkommens-Video auf diese Seite und z. B. eine Video-Anleitung, wie der Kurs aufgebaut ist und wie der Teilnehmer ihn am besten durcharbeiten kann, in deine erste Lektion.

Inhalte für den Hauptteil und den Schluss:

Ab jetzt beginnt das eigentliche Aufteilen deiner Inhalte in einzelne Lektionen. Für die Teilnehmer meiner Schulung war damals die Verwendung von Modulen und Lektionen sehr hilfreich. So gesehen war also das Modul 1 mit insgesamt 6 Lektionen meine Einleitung des Online Kurses.

Die Lektionen 1-4 haben sich mit einigen Vorbereitungen beschäftigt, die abgearbeitet werden müssen, um überhaupt mit dem Theme arbeiten zu können.

Die Lektionen 5-6 beschäftigten sich damit, das Theme und dessen Grundaufbau und Funktionsweise bis ins kleinste Detail zu erklären.

Erst in Modul 2, 3 und 4 lernten die Teilnehmer dann in den einzelnen Lektionen, wie sie sich eine Webseite aufbauen und gestalten konnten. Abgerundet wurde die Schulung durch ein paar Zusatzmodule, um weitere Funktionen zu erläutern, welche nicht unbedingt in meinen didaktischen Aufbau innerhalb der Module 2-4 gepasst haben.

Versuche also, beim Online Kurse erstellen den roten Faden nicht zu verlieren und deine Teilnehmer strukturiert durch deinen Online Kurs zu führen. Mache von der Verwendung einzelner Module Gebrauch.

In der letzten Lektion deines Kurses fasst du zusammen, was dein Teilnehmer nun in diesem Kurs gelernt und welche Ziele erreicht hat. Gegebenenfalls zeigst du ihm auch hier auf, wie es nun weiter gehen kann (Hausaufgaben, Abschlussgespräch, nächstes Produkt o.ä.).

Tipps zur Aufbereitung der Inhalte

Weitere Tipps für die Aufbereitung deiner Inhalte innerhalb einer Lektion:

Wenn es zu deinem Online Kurs passt, gebe ruhig am Ende einer Lektion eine Hausaufgabe auf, die deine Teilnehmer erst machen müssen, um mit der nächsten Lektion weiterarbeiten zu können.

Verweise in deinen Lektionen auch ab und zu auf (kostenlose) Tools, welche du selbst nutzt oder die für deine Zielgruppe nützlich sein könnten. Oder auch auf einen Blog-Artikel von einem Experten aus deiner oder einer anderen Nische, wenn es denn gerade zu deinem Inhalt passt.

Teile deine Videos, Texte, MP3-Dateien sinnvoll auf die Lektionen auf. Versuche nicht, für jedes einzelne Medium jeweils eine Lektion zu erstellen – fasse ruhig mehrere Medien und Inhalte in einer Lektion zusammen.

So kann eine Lektion z. B. aus einem Einleitungstext gefolgt von einem Video, einer kurzen, stichwortartigen Zusammenfassung des Videos, einem weiteren Zwischentext gefolgt von einer MP3-Datei und einem letzten Video bestehen.

Achte darauf, dass du beim Online Kurse erstellen die Titel der Module und Lektionen klar formulierst. Wenn du merkst, dass die Verwendung von Modulen keinen Sinn bei dir macht, dann verzichte darauf. Vergib auch für jedes Video sowie jeder MP3 eine kurze Überschrift, damit der Teilnehmer weiß, was ihn erwartet.

Tipps zum organisierten und strukturierten Vorgehen

Wenn es beim Online Kurs erstellen an das Produzieren der Inhalte geht – Videos und MP3 aufnehmen, Texte formulieren – dann achte am besten auf drei wichtige Punkte:

Sei organisiert.

Denn Ordnung ist das halbe Leben 😉 Erstelle auf deinem Computer eine sinnvolle Ordnerstruktur, in welcher du alle deine Dateien und Informationen zu deinem Produkt ablegst. Meine Ordnerstruktur sieht in der Regel folgendermaßen aus:

  • Ordner 1: Name deines Produkt/Online Kurs
  • Ordner 1.1: „Vorbereitung“ – Hier packst du all deine Recherche, Informationen, Brainstorming und Ideen rein. Wie du das organisierst, bleibt dir überlassen. Bei mir herrscht hier meistens ein „kreatives Chaos“ 🙂
  • Ordner 1.2: „Content Produktion“
  • Ordner 1.2.1: „Modul 1 Lektion 1“ – je nach dem, wie du deinen Online Kurs strukturiert hast, benennst du auch so die weiteren Ordner der einzelnen Module und Lektionen
  • Dateien im Ordner 1.2.1: Benenne auch deine Dateien sinnvoll! Glaube mir, wenn du in einem halben Jahr oder Jahr diese Dateien anschaust oder nach etwas suchst, wirst du froh sein, alles so strukturiert vorzufinden. Ich persönlich setze noch bei jeder fertig geschnittenen und exportierten Video- oder MP3-Datei ein „RZ“ an das Ende des Dateinamens. RZ steht für Reinzeichnung. Dies ist die Datei, die ich in meine Lektionen einbinden möchte.
  • Ordner 1.3: „Nacharbeit“ – Hier kannst du ebenfalls deine vorbereiteten Texte für die Autoresponder, diverse Zusammenfassungen, Feedback usw. sammeln.

Backup, Backup, BACKUP!

Bitte, bitte speichere deine Dateien nach dem Online Kurs erstellen auch zusätzlich auf einer externen Festplatte oder in der Cloud ab. Es gibt nichts Ärgerlicheres, als den bereits produzierten Inhalt auf einmal zu verlieren, weil der Computer meint, er müsste streiken.

Erstelle einen Fahrplan / Redaktionsplan für das Produzieren deiner Inhalte:

  • Deadline – Lege ein Datum fest, wann der Online Kurs fertig erstellt sein muss. Mit allen Inhalten und allem drum und dran.
  • Lege fest, an welchen Tagen in der Woche du Content produzieren kannst.
  • Bestimme, wie viele Stunden am Tag dir zur Verfügung stehen.
  • Anhand der verfügbaren Tage stellst du erst einmal Wochenziele auf: Was musst du in Woche 1 erreichen, was in Woche 2 usw.
  • Stelle dann genau definierte Tagesziele auf: Welche Lektion möchtest du bearbeiten. Welche Videos sollen aufgenommen werden. Wann werden sie bearbeitet (schneiden, rendern/exportieren, Qualität überprüfen).

Tipp: Setze deine Ziele nicht zu hoch an. Plane lieber mehr Zeit für das Erstellen einer Lektion ein und passe den Fahrplan nach und nach an deine Arbeitsweise an. Du musst erst einmal selbst herausfinden, wie lange du z. B. für das Erstellen eines Videos brauchst. Dabei solltest du zwar auf eine gute Qualität der Inhalte achten, jedoch nicht zum Perfektionismus neigen, da sonst du Authentizität leiden kann. Falls du später mit manchen Inhalten nicht zufrieden sein solltest, diese ergänzen möchtest oder noch hier und da einen kleinen Fehler entdeckst, kannst du dank des digitalen Formates diese jederzeit anpassen. 


Inhalte produzieren

Und dann legst du endlich mit dem Produzieren deiner Inhalte los 🙂

Versuche dir beim Erstellen eines Videos eine Person vorzustellen, der du den Inhalt präsentieren möchtest. Als ich vor der Kamera stand, habe ich nicht die Kamera an sich gesehen, sondern immer eine bestimmte Person, der ich etwas erzählt oder erklärt habe. Das fühlt sich am Anfang etwas komisch an, aber schon ziemlich schnell wirst du dich sicherer fühlen.

Wenn du mal bei einer Aufnahme etwas wichtiges vergessen solltest und dies erst im Nachhinein merkst, dann musst du nicht das Video oder Audio komplett neu aufnehmen. Füge einfach deiner Lektion ein weiteres Video/Audio hinzu, welches du nachträglich erstellt hast. Keiner ist perfekt – das wissen auch deine Teilnehmer 😉

Ich würde an deiner Stelle auch die Zeit erfassen, die du jeden Tag für deine Produktion brauchst. Schreib dir in deinem Fahrplan auf, was du wann gemacht hast und wie lange du dafür gebraucht hast. Das hilft besonders bei der Abschätzung des weiteren Zeitaufwands für deinen Online Kurs. Passe gegebenenfalls deinen Fahrplan an. Außerdem ist die Zeiterfassung auch für später sehr nützlich, wenn du deinen nächsten Online Kurs erstellen möchtest. So kannst du bereits besser abschätzen, wie viel Zeit du einplanen musst.

Wir bei Spreadmind benutzen z. B. für die Zeiterfassung seit kurzem das Tool „Clockodo“. Hier kannst du Projekte und Work Tasks (Aufgabenbereiche) bereits im Vorfeld definieren oder auch ein zur Verfügung stehendes Budget für ein Projekt einplanen. Immer wenn du an deinem Inhalt arbeitest, startest du einfach die Stoppuhr. Aus Erfahrung können Mario und ich sagen: Das ist wirklich super praktisch! Hier kannst du Clockodo 14 Tage kostenlos testen.

Nachdem du nun all deine Inhalte für deinen Online Kurs vorbereitet, aufbereitet und produziert hast, stellst du deinen Online Kurs auf deiner Webseite oder auf einer externen Plattform ein.

Was auf keinen Fall dabei fehlen darf, ist ein guter Verkaufstext oder ein Verkaufsvideo. Denn wie willst du sonst deinen Kunden zeigen, was sie in diesem Kurs erwartet und dass dein Online Kurs genau das ist, was sie gerade brauchen?

Ich möchte hier nur kurz auf die wichtigen Punkte eines Verkaufstextes eingehen:

  • Es gibt eine klare Ausgangssituation bzw. einen Grund, warum du diesen Online Kurs erstellt hast. Es gibt ein Problem, welches du erst einmal beschreibst. Erinnere dich an die erste Frage aus der Umfrage: Was ist die größte Hürde für dich im Bereich XY? Gehe darauf ein! Darüber holst du deine Zielgruppe ab und fesselst sie.
  • Oder beschreibe, welche Probleme du am Anfang hattest. Was war deine größte Hürde im Bereich XY?
  • Beschreibe, für wen dieser Kurs gemacht ist und für wen nicht. Stelle die Punkte gegenüber. Auf der „Pro“-Seite sollte sich logischerweise deine Zielgruppe komplett wieder finden.
  • Beschreibe ausführlich, was den Teilnehmer in dem Online Kurs erwartet. Was ist das Ziel? Was hat er am Ende erreicht? Zeige ihm also unbedingt den Hauptvorteil auf, den er hat, wenn er deinen Online Kurs gekauft hat.
  • Beschreibe deinem potentiellen Teilnehmer, wie es sein wird, wenn er sein größtes Problem gelöst hat. Entfalte so seine Vorstellungskraft, wie es wäre, das Problem nicht mehr zu haben.

Wenn du an diesem Punkt angelangt bist und deinen Online Kurs bereits verkauft hast – Glückwunsch!

Aber Vorsicht – ab jetzt startet eine weitere intensive Phase. Die Phase der Nacharbeit.

Die Nacharbeit – Lass deine Teilnehmer nicht alleine im Regen stehen!

Diese Phase ist leider ein Bereich, der von vielen stark vernachlässigt wird. Das ist sehr schade und besonders ärgerlich für deinen Kunden. Eine schlechte Betreuung führt meist dazu, dass deine Kunden wieder abspringen und auch weitere Produkte von dir nicht mehr erwerben möchten, weil sie unzufrieden sind.

Ich möchte dir in dem letzten Teil des Artikels 4 Tipps mit auf den Weg geben, wie du deine Teilnehmer während des Online Kurses und auch nachdem sie ihn beendet haben, betreuen kannst.

Sag „Danke“

Und das gleich in der ersten Lektion oder deinem Willkommens-Video. Du freust dich doch darüber, dass dein Online Kurs gekauft wurde und du dein Wissen mit dieser Person teilen kannst, oder? Dann zeige es ihr auch.

Stehe vor der Kamera oder schreib einen Text und füge ein Bild von dir hinzu. Es ist immer besser, ein Bild von dir als Autor im Kopf zu haben, wenn der Teilnehmer dir beim sprechen zuhört oder deine Lektionen liest und durcharbeitet.

Veröffentliche die einzelnen Lektionen

Du kannst deine Lektionen alle auf einen Schlag veröffentlichen. Somit hat der Teilnehmer nach dem Kauf Zugriff auf alle Inhalte und kann diese in beliebiger oder festgelegter Reihenfolge durcharbeiten.

Oder du veröffentlichst deine Lektionen wochenweise. Das wird auch „Lesson Dripping“ genannt, also das „tröpfchenweise“ Veröffentlichen von Lektionen. Und das voll automatisiert. Woche für Woche erscheint eine neue Lektion.

Dies unterstütztest du gleichzeitig über einen automatisierten Newsletter (Autoresponder):

„Hey XY,

die nächste Lektion XY ist nun freigeschaltet. Hier lernst du ganz konkret, wie du XY umsetzen kannst.

Schau es dir an, ich freue mich auf dich.

Dein Autor XY.“

Mache beim Online Kurse erstellen von Autorespondern Gebrauch

Wenn du deine Lektionen Woche für Woche veröffentlichst, dann weißt du, wann zum Beispiel ein Kursteilnehmer beim Ende des ersten Moduls angekommen ist. Versende automatisiert eine E-Mail und frage ihn, wie er in dem Modul 1 zurecht gekommen ist.

Hier eine Liste an möglichen Fragen:

  • Was ist dir am schwersten gefallen?
  • Was war deine größte Hürde?
  • Womit hattest du am meisten Probleme?
  • In welcher Lektion bist du ins Stocken geraten?
  • Hast du eine Frage zu einer bestimmten Lektion?

Hier weitere Inspirationen für den Autoresponder:

  • Frage nach einer kurzen Zusammenfassung, was die Kursteilnehmer in Modul 1 alles gelernt haben.
  • Schreibe, was die Teilnehmer nun als nächstes erwartet.
  • Lobe deine Teilnehmer – denn sie haben bestimmt schon einiges gelernt, erreicht oder bereits umgesetzt.
  • Weise die Teilnehmer auf den interaktiven Austausch mit dir hin: Kommentare in den Lektionen oder Fragen per E-Mail.
  • Weise ihn auf die meist gestellten Fragen im Forum hin.
  • Erstelle ein kurzes FAQ mit den drei meist gestellten Fragen und deinen Antworten.

Ich rate dir, dich bei diesen Autorespondern kurz zu halten. Überschütte deinen Teilnehmer nicht mit Fragen, sondern teile diese lieber auf deine gesamten Autoresponder auf. Somit schreibst du deinem Teilnehmer nach Ende eines Moduls auch nicht immer das Selbe, sondern gibst ihm neue Hinweise, Tipps oder fragst ihn nach seiner Meinung zu einer bestimmten Lektion.

Es wird Teilnehmer geben, die vielleicht selten oder sogar nie auf deine Autoresponder antworten werden. Ich würde sagen, das spricht dann für sich 🙂 Du wirst auch Teilnehmer haben, die auf jede deiner E-Mails antworten werden.

An dieser Stelle sei gesagt: E-Mails und Fragen zu beantworten beansprucht viel Zeit. Du musst für dich wissen, wie viel Zeit du am Tag oder pro Woche für den Support, die Betreuung einplanen kannst. Je nach dem, wie viel Zeit dir zu Verfügung steht, setzt du vorgefertigte Autoresponder ein.

 

Bonus & Feedback: Gib deinen Teilnehmern am Ende noch etwas mit auf den Weg

Wenn deine Teilnehmer ein Modul oder deinen Online Kurs beendet haben, kannst du ihnen z. B. ein Zertifikat ausstellen. Oder eine Zusammenfassung der allerwichtigsten Punkte des Kurses als PDF-Datei zum Download.

Eine Checkliste, weitere Tipps & Tricks oder auch ein Abschlussgespräch via Skype. Frage ihn, ob er seine Ziele erreicht hat und wenn nein, warum nicht?

Somit erhältst du gleichzeitig auch Feedback zu deinem Online Kurs, das überaus nützlich für die Optimierung ist.

Wenn du meinen Artikel über das Online Kurs erstellen nun bis hierhin gelesen hast – WOW! Danke für deine Zeit!

Das war bestimmt extrem viel an Inhalt, was du wahrscheinlich erstmal sacken lassen musst…

 

Ich möchte dir zum Schluss noch eines mit auf den Weg geben:

Sei nicht von dir enttäuscht, wenn sich dein Online Kurs zu Beginn nicht so verkauft, wie du es dir erhofft hast. Hänge das Projekt nicht an den Nagel.

→ Frage deine bisherigen Teilnehmer, was ihnen an dem Kurs gefallen hat oder nicht.

→ Gib ein paar Personen aus deiner Zielgruppe kostenlosen Zugang zu deinem Online Kurs, damit sie diesen Testen und dir ein ausführliches Feedback geben können.

→ Sei offen für Kritik. Sehe sie als konstruktive Kritik an. Natürlich ist das nicht immer der Fall, aber meistens sind deine Teilnehmer sehr ehrlich zu dir. Lass dann die Kritik für ein paar Tage ruhen und finde danach heraus, wie du diese kritischen Punkte in positive Werte für deinen Online Kurs umsetzen kannst.

 

Wir bei Spreadmind haben vier Leitsätze (Core Values), die bei uns im Büro an der Wand hängen.

Einer davon lautet: „Wir sind dankbar für Erreichtes“.

Sei auch du dankbar dafür, was du geleistet und erreicht hast. Bekommst du Kritik, dann profitiere davon. Ohne dieses Feedback könntest du dein Produkt nicht noch besser machen.

 

Wähle die richtige Online-Kurs-Plattform für dein Vorhaben

Ach übrigens, wenn du noch keine Plattform haben solltest, um deinen Online-Kurs erstellen zu können – Spreadmind ist die ideale Lösung für dich!

Als All-in-One-Anbieter stehen dir alle wichtigen Funktionen zur Verfügung, die du zum Online Kurs erstellen benötigst. Du kannst dir deine eigene Website samt Verkaufsseiten (Landingpages) für deinen Online Kurs erstellen und diese nach deinen Vorstellungen gestalten – und das komplett ohne Programmierkenntnisse. So bist du beispielsweise nicht den Rabattaktionen der großen Marktplätze ausgesetzt, die sich negativ auf deinen Erlös der verkauften Online Kurse auswirken. 

Über deinen eigenen Blog und Podcast kannst du deine Inhalte über verschiedene Kanäle verbreiten. Als Reseller kümmert sich Spreadmind um die gesamte Zahlungsabwicklung samt Rechnungserstellung und korrekter Berechnung der anfallenden Steuer. Somit benötigst du keinen externen Zahlungsanbieter. Zum Austausch deiner Kursteilnehmer untereinander kannst du ihnen über Spreadmind einen exklusiven Mitgliederbereich einrichten. Für Affiliates steht dir Funktion eines eigenen Partnerprogramms zur Verfügung. 

Um dir deine Arbeit zu erleichtern und dir kostbare Zeit zu ersparen, stehen dir ebenfalls nützliche Tools für das Online-Marketing zur Verfügung wie zum Beispiel ein integriertes SEO-Tool für die Suchmaschinenoptimierung deiner Inhalte oder ein E-Mail-Marketing-Tool für deine Newsletter. Über das tagbasierte Integrationstool kannst du dein Marketing zudem automatisieren. Komplett automatisiert kannst du auch die Durchführung deiner Online-Kurse durch die Teilnehmer steuern. Über DripContent kannst du zeitverzögert weitere Lektionen veröffentlichen oder diese erst nach Abschluss der vorherigen Lektion freischalten. 

Bei der Wahl der Medien bist du vollkommen flexibel und kannst beispielsweise Videos zu YouTube oder Vimeo direkt auf deiner Kursseite einbinden oder auch Zoom-Links, falls du Live-Webinare anbieten möchtest. Den Lernfortschritt deiner Kursteilnehmer kannst du ebenfalls kontrollieren und zwischendurch einen Test oder Quiz einbinden und nach Abschluss des Kurses automatisch ein Zertifikat vergeben. 

Spreadmind ist ein deutscher Anbieter von Online-Kurs-Plattformen und bietet sowohl dir als Autor als auch deinen Endkunden einen persönlichen Support bei technischen und vertragsrelevanten Fragen an. Dank DSGVO-Konformität bewegst du dich im deutschsprachigen Raum vollkommen rechtssicher und deine Kunden können auf ihre bevorzugten Zahlungsarten zurückgreifen. 

Du möchtest eigene Online-Kurse erstellen und dein Business digitalisieren? Dann mache jetzt den Machbarkeits-Check und finde heraus, ob sich dein Vorhaben mit Spreadmind umsetzen lässt. Ich würde mich freuen, dich bald in der großen Familie der Spreadmind Autoren begrüßen zu dürfen.

Danke, dass ich meine Erfahrungen und mein Wissen, die ich beim Online Kurs erstellen gemacht habe, mit dir teilen durfte. Ich hoffe es ist auch etwas hilfreiches für dich dabei 😉

Mich interessierten auch deine Erfahrungen, die du bei Erstellung deines Online Kurses gemacht hast – vielleicht hast du auch noch weitere Tipps und Ratschläge für praktische Tools? Schreibe es mir einfach in einem Kommentar. 

 

Anke Altmann Spreadmind Signatur
Alles Liebe, deine Anke

 

FAQ – Fragen & Antworten

Wie kann ich einen Online Kurs erstellen?

Wenn du einen Online Kurs erstellen möchtest, gibt es drei entscheidende Schritte: Die Vorbereitung samt Ideenfindung, die eigentliche Produktion der Inhalte und die Nacharbeit, die entscheidend für die Pflege der Inhalte ist und das Sammeln von Erfahrungen zur Optimierung für das Vorgehen bei der Erstellung weiterer Online Kurse ermöglicht.

Wie finde ich eine Idee oder ein Thema für einen Online-Kurs?

Um einen für deine Zielgruppe relevanten Online-Kurs erstellen zu können, solltest du deren Fragen und Probleme kennen. Wenn du Schwierigkeiten hast, ein passendes Thema zu finden, kannst du beispielsweise eine Umfrage innerhalb deiner Zielgruppe starten, dich von Amazon Bestsellern inspirieren lassen oder gezielt überlegen, ob es ein Thema gibt, dem du mit Freude nachgehst und in dem du ggf. soviel Erfahrung sammeln konntest, um anderen weiterhelfen zu können.

Was sind die richtigen Medien, um einen Online-Kurs zu erstellen?

Um die Flexibilität eines Online-Kurses aufrecht zu erhalten, ist es entscheidend, die richtigen Medien für die Zielgruppe zu wählen. Da jeder Mensch andere Vorlieben beim Lernen hat – manche Lernen lieber mit Text und Stift, andere lieber über visuelle Medien wie Videos, wiederum andere hören am liebsten Audiodateien – solltest du diese Präferenzen idealerweise in Erfahrung bringen. Die Wahl des Mediums bei der Erstellung eines Online-Kurses ist auch stark von den zu vermittelnden Inhalten abhängig. So eignen sich Videos zum Beispiels viel besser dazu, komplexe Sachverhalte zu anschaulich zu zeigen und zu erklären, als Inhalte mit Text und Bild.

Wie bereite ich die Inhalte für einen Online-Kurs auf?

Nach dem Brainstorming zur Ideenfindung baust du die Inhalte für den zu erstellenden Online-Kurs didaktisch auf, damit die Kursteilnehmer diesen in einer sinnvollen Reihenfolge durchlaufen können. Gliedere deine Inhalte also in Kapitel bzw. Module und Lektionen. Anschließend teilst du deine Audiodateien, Texte, Videos etc. sinnvoll auf die einzelnen Lektionen auf und kannst dabei auch mehrere Inhalte und Medien in einer Lektion zusammenfassen. Wichtig ist dabei die eindeutige und verständliche Formulierung der jeweiligen Titel von Modulen und Lektionen.