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Synchrone und asynchrone Online Kurse – Was ist der Unterschied?

    Synchrone und asynchrone Online Kurse unterscheiden sich insofern, als dass die Durchführung für alle Teilnehmer zeitgleich oder zeitversetzt stattfindet. Doch gehen wir mal zurück an den Anfang: Ein Onlinekurs besteht in der Regel in seiner Struktur aus Modulen, Lektionen und eventuell noch weiteren Unterthemen. Man kann sich das vorstellen wie die Kapitel eines Buches, die didaktisch aufeinander aufbauen.

    Die Module sind die großen Kapitelüberschriften, die die thematisch zugehörigen Lektionen umfassen. In diesen Lektionen befindet sich dann der eigentliche Kursinhalt. Das können Videos, Audiodateien und Text sein, aber auch noch andere Dateien wie PDF Dokumente zum Herunterladen.

    In diesem Artikel soll es nun darum gehen, wie die zeitliche Freischaltung dieser Lektionen aussehen kann und welche Art von Freischaltung wann sinnvoll ist. Hier gibt es drei Optionen:

    1. Alle Lektionen des Onlinekurses werden sofort nach dem Kauf freigeschaltet
    2. Die Lektionen werden nach und nach automatisch in Abhängigkeit des jeweiligen Kaufdatums eines Kunden freigeschaltet – asynchron
    3. Die Lektionen werden für alle Teilnehmer zu ganz bestimmten Zeitpunkten freigeschaltet – synchron

    Sofortige vs. zeitversetzte Freischaltung der Kursinhalte 

    Als erstes stellt sich die Frage, was überhaupt dafür spricht, alle Inhalte nicht sofort sondern zeitversetzt freizuschalten.

    Gerade bei großen Onlinekursen mit umfangreichem Inhalt, kann es für die Lernenden von Vorteil sein, wenn sie nicht gleich von Anfang an mit zu viel Infos völlig überfrachtet werden. Manchmal kann der Lernerfolg sogar stark davon abhängen, dass bei der Umsetzung der Lektionen die entsprechende Reihenfolge eingehalten wird. Durch die sequentielle Freischaltung der Lektionen kann das Vorweggreifen oder Überspringen von Inhalten ganz vermieden werden.

    Reihenfolge von Lektionen eines Online Kurses

    Bei Spreadmind kannst du einstellen, ob es eine festgelegte Reihenfolge der Lektionen geben soll

    Neben der Didaktik eines Onlinekurses kann aber auch der Zahlungsplan eine wichtige Rolle spielen. Wenn man seine digitalen Produkte z.B. im Abomodell oder per Ratenzahlung verkaufen möchte, dann bietet es sich ebenfalls an, die Inhalte häppchenweise freizuschalten. Bei einer sofortigen Freischaltung aller Kursinhalte könnte sich der Käufer ansonsten gleich zu Beginn alles “abgreifen” und das Abo dann vorzeitig kündigen oder die Ratenzahlung stoppen.

    Es ist also auch die Frage, wie der zeitliche Rahmen der Leistungserbringung aussehen soll.

    Weitere Gründe für eine zeitlich versetzte Freischaltung schauen wir uns dann noch gezielt an, wenn wir die automatische (asynchrone) Freischaltung mit der “Live-Freischaltung” (synchron) vergleichen.

    Doch vorweg möchte ich noch kurz darauf eingehen, wann auch ein sofortiges Freischalten aller Lektionen sinnvoll sein kann.

    Gerade bei kleineren Onlinekursen, häufig im B2C Bereich, kann das sofortige Freischalten aller Inhalte Sinn machen. Das ist dann der Falle, wenn z.B. der Preis etwas geringer ausfällt, eine Raten- oder Abozahlung somit keine Rolle spielt und für den Lernerfolg es nicht auf die didaktische Reihenfolge ankommt.

    Bei manchen Themen bietet es sich sogar an, dass die Teilnehmer ganz nach Bedarf aus einem Fundus an Inhalten frei wählen können, was sie sich für die nächste Lerneinheit herauspicken.

    Übrigens kann beides, sowohl das “Herauspicken” als auch eine festgelegte Reihenfolge ein gutes Verkaufsargument für die jeweilige Zielgruppe sein. Wer das beim Verkauf des Online Kurses als Eigenschaft beschreibt, zeigt dass sich der Kursersteller auch zu diesem Detail Gedanken gemacht hat und ihm der Lernerfolg seiner Teilnehmer wichtig ist.

    Eine sofortige Freischaltung aller Inhalte eines Online Kurses oder auch einer Online Akademie kann auch dann Sinn machen, wenn es eher als Unterstützungsmaterial für ein begleitendes Coaching verwendet wird. Der Kursbereich dient in diesem Fall eher als Wissenspool oder digitaler Wissensspeicher, auf den die Coachees ständig zurückgreifen können. Im Coaching selbst geht man somit nur noch auf individuelle Fragestellungen ein und verweist gegebenenfalls auf die Inhalte der Lernplattform, wenn man nicht zum tausendsten Mal die gleiche Antwort geben möchte.

    Also gerade im Blended Learning, bei dem Coachings im Vordergrund stehen und mit selbstständigem digitalem Lernen in Online-Kursen gemischt werden, macht es durchaus Sinn, wenn alles sofort zur Verfügung steht.

    Alle Lektionen eines Online Kurses sofort freischalten

    Stelle bei Spreadmind mit einem Klick ein, ob die Lektion eines Online Kurses sofort freigeschaltet werden soll.

     

    Die automatische zeitversetzte Freischaltung eines Online Kurses – asynchron

    Wenn beispielsweise die erste Lektion eines Online Kurses sofort, die zweite Lektion 7 Tage und die dritte Lektion 14 Tage nach dem individuellen Kaufdatum eines Teilnehmers freigeschaltet wird, spricht man von einer automatisierten zeitversetzten bzw. einer sequentiellen Freischaltung.

    In diesem genannten Beispiel wäre es eine automatische Freischaltung im Wochenrhythmus. Solche Wochenlektionen eigenen sich vor allen Dingen bei Online Weiterbildungs-Programmen über einen längeren Zeitraum hinweg, bei dem eine wöchentliche Lernroutine wichtig ist.

    Die technische Funktion dahinter nennt man übrigens Drip Content. Also einfach übersetzt “tropfende Inhalte”, die nach und nach freigegeben werden.

    Drip Content Funktion bei Spreadmind

    Die „Drip Content“ Funktion bei Spreadmind – eine automatisierte zeitversetzte Freischaltung des Online Kurses

     

    Dieses Format eignet sich gerade dann, wenn ein Onlinekurse dauerhaft zum Verkauf stehen soll, die Lerneinheiten aber trotzdem individuell auf den Kursbeginn des jeweiligen Käufers abgestimmt werden sollen.

    Bei so einem „Evergreen-Kurs“ kann jederzeit (asychnron) eingestiegen werden. Interessant ist so ein Angebot in einem Markt, in dem die Zielgruppe “natürlich nachwächst”, es ständig Bedarf gibt und es wirtschaftlich mehr Sinn macht, die Türen dauerhaft offen zu haben.

    Als Beispiele fallen mir hier Themen ein wie “Mit dem Rauchen aufhören”, “Babyschlaf”, “Erziehungsfragen”, “ein Gewächshaus bauen”, “Softwareschulungen”, “Bewerbungen schreiben” usw.

    Aber auch ein ganz konkretes Beispiel unseres Spreadmind Autors Janko von Ribbeck mit seinem Online Kurs zum Thema Erste Hilfe für Kinder und Babys.

    Also überall, wo das individuelle Lernen mehr im Vordergrund steht, anstatt das gemeinsame Lernen in einer Gruppe. Denn, wenn mein Baby jetzt nicht schläft, will ich ja nicht warten, bis ein Live-Kurs dazu erst in drei Monaten wieder startet.

    Dem gegenüber stehen Onlinekurse, die live und für alle Teilnehmer zeitgleich starten.

     

    Live-Onlinekurse mit einem synchronen Start

    Wenn ein Kurs für alle Teilnehmer zum gleichen Zeitpunkt beginnt und endet, sprechen wir von einem Live-Onlinekurs, der in Echtzeit stattfindet. Hier werden die Lektionen für alle immer zu einem ganz bestimmten Datum freigeschaltet.

    Man kann das tun, indem man die Lektionen an dem Tag selbst von Hand anlegt und online stellt, oder man die Lektion schon lange im Voraus vorbereitet hat und nur die automatische Freischaltung auf einen bestimmten Tag in der Zukunft datiert. Beides hat seine Vorteile:

    • wenn ich die Lektionen inhaltlich vorab schon angelegt habe und eine automatische Freischaltung einrichte, kann ich mich nachher mehr auf die Teilnehmer und ihre individuellen Fragen konzentrieren.
    • wenn ich die Lektionen sozusagen erst während der Kursdurchführung erstelle, kann ich schon vor der aufwendigen Produktion in die Vermarktung gehen und bei der Erstellung der Inhalte sehr kurzfristig aktuelle Bedürfnisse der Teilnehmer berücksichtigen.

    Die erste Vorgehensweise ist sicherlich etwas entspannter, birgt aber auch die Gefahr, am Bedarf der Zielgruppe vorbei produziert zu haben. Die zweite ist dynamischer, fordernder aber aktueller und schneller. Es ist also eine Typfrage, was dir mehr liegt.

    Onlinekurs-automatisch-zu-einem-Datum-freischalten

    Schalte den Online Kurs automatisch zu-einem bestimmten Datum frei.

    So ein Live-Online Kurs macht vor allen Dingen dann Sinn, wenn für die Teilnehmer das Lernen in einer Gruppe wichtig ist. Sie haben dann den gleichen Lernfortschritt und können sich dazu austauschen. Man kennt das selbst aus der Schule oder dem Studium. Es kann das Lernen unglaublich bereichern.

    Das bietet sich gerade bei Themen an, bei denen es um eine Art Ausbildung geht. Als Beispiel fällt mir da spontan die jährliche Ayurveda Ausbildung von Dr. Janna Scharfenberg ein, die sie auch mit Spreadmind umsetzt.

    Oder die Modeflüsterin, die ihre Mode-Akademie semesterweise immer im Frühjahr oder Herbst öffnet.

    Spannend ist hierbei nicht nur die Gruppendynamik, sondern in der Vermarktung immer auch ein gewisser Hype, der kurz vor der Öffnung und Schließung der Türen entsteht. Es macht einfach etwas mit dir, wenn man weiß, dass die nächste Gelegenheit sich erst wieder in einem halben Jahr oder noch später ergibt.

    Die Launches solcher Live-Kurse sind häufig sehr erfolgreich, wenn sie gut gemacht sind. Aber auf der anderen Seite auch sehr stressig und fordernd. 

    Auch wirtschaftlich hat man bei den Launches dann zwar oft einen hohen Peak, muss von diesem aber bis zum nächsten Start lange zehren. Ein gut laufender Evergreen-Kurs kann da wesentlich entspannter sein.

    Alles hat seine Vor- und Nachteile und letztlich muss man für sich abwägen, was zum einen für die Zielgruppe und deren Lernerfolg aber auch für einen selbst wichtig ist. 

     

    Bonus – Freischaltung abhängig vom Lernfortschritt 

    Bei Spreadmind kann man die automatisierte Freischaltung von Lektionen nicht nur von einer Zeitschiene abhängig machen, sondern auch vom individuellen Lernfortschritt eines Teilnehmers. 

    Hierzu kann jede Lektion mit einem Quizz abgeschlossen werden, in dem der Wissensstand des Teilnehmers abgefragt wird. Dabei kann man festlegen, wie viele Fragen richtig beantwortet werden müssen, bevor die nächste Lektion freigeschaltet wird.

     

    Die Quizzfunktion bei Spreadmind

    Die Quizzfunktion bei Spreadmind – Schalte Lektionen in Abhängigkeit des Lernfortschritts frei.

    Mit dieser Funktion kann auch ein Selbstlernkurs (Durchführung eines Kurses in Eigenregie und ohne persönliche Begleitung) sehr individuell und interaktiv auf den Teilnehmer eingehen und ist dabei trotzdem voll automatisiert. Eine echte Win-Win-Situation sowohl für den Ersteller als auch den Teilnehmer eines Online Kurses.

    Das Ganze kann sogar noch weitergehen, indem man die Hausaufgabenfunktion von Spreadmind nutzt. Hierbei muss der Teilnehmer zuerst eine Hausaufgabe in Form eines hochgeladenen Dokuments abgeben, bevor er zur nächsten Lektion darf.

    Je nachdem, wie engmaschig man seine Kursteilnehmer betreuen möchte, kann man dann noch festlegen, ob die nächste Lektion direkt mit Abgabe der Hausaufgabe freigegeben wird oder ob diese sogar noch vom Kursanbieter kontrolliert werden muss.

    Die letztere und “strengere” Option ermöglicht es, einen Online Kurs im Prinzip eher als begleitendes Coachinginstrument einzusetzen. Diese Methode ist dann natürlich zeitaufwendiger, bietet sich aber gerade bei hochpreisigen Online-Coachings mit intensiver Betreuung an.

     

    Einfache Onlinekurs Freischaltung mit Spreadmind

    Egal für welche Form der Durchführung eines Online Kurses und Freischaltung der Lektionen du dich entscheidest, bei Spreadmind kannst du die jeweiligen Einstellungen dafür mit wenigen Klicks festlegen oder auch jeder Zeit umstellen.

    Ob sich auch dein Vorhaben mit Spreadmind realisieren lässt, findest du über den kostenlosen Machbarkeits-Check heraus.

    Es würde mich freuen, wenn wir dein Online Kurs Projekt gemeinsam angehen würden.

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